Antike

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Illustration vom Brockhaus und Efron Encyclopedic (1890—1907)

Die Antike wird meistens von 800 v. Chr bis ca. 600 n. Chr angesetzt. Obwohl das Zeitalter so eine lange Zeitspanne umfasst ändert sich nur sehr wenig in der Kleidung.

Griechen

Peplos und Chiton waren die Oberkleidung der Griechen. Der Peplos bleibt an der rechten Seite offen während der Chiton an beiden Seiten mit einer Naht verschlossen ist. An beiden Kleidungsstücken befindet sich die Öffnung für den Kopf und die Arme am oberen Saum. Die Schultern werden mit Fibeln geschlossen. Bei Männern reicht der Peplos bis zum Knie oder länger. Ein Chiton für Frauen wird mehrfach gegürtet, auch wenn nur ein äußerer Gürtel sichtbar ist.

Das Himation, ein Überkleid, wird gewickelt und von allen Geschlechtern getragen. Dieses Kleidungsstück war so einfach und praktisch, dass es, vor allem von Philosophen im klassichen Jahrhundert, auch ohne Oberkleidung getragen wurde.

Das Chlamys ist ein reines Männergewand, der Götterbote Hermes wird fast immer in diesem Kleidungsstück dargestellt. Die Form der Kleidung war ein etwas längeres Rechteck. Man legt es sich um die linke Schulter und verschloss es auf der rechten Schulter mit einer Fibel.

In der Hellenistischen Phase wurden Kleidungsstücke langsam immer mehr vorgefertigt; Falten wurden genäht und nicht mehr gefalten, es wurde nur noch unter der Brust gegurtet  und die Ärmel wurden an den oberen Rand des Chitons genäht. Aber Vorsicht: Nur Sklaven und Barbaren trugen enge Ärmel. Der Chiton wird meist doppelt getragen, was den Himation redundant macht.

Römer

Griechenland wurde 196 v. Chr. von den Römern erobert und übernahmen die griechische Kleidung.

Die Tunika wurde von allen sozialen Schichten getragen, Unterschiede gab es nur in der Stoffqualität und der Borte. Sie war ein von den Schultern hängendes Hemdgewand, welches bei den Männern oft ungegürtet getragen wurde. Frauen trugen die Tunika bodenlang und meistens einmal gegürtet. Als verhüllendes überkleid trugen sie die Palla.

Die Römer übernehmen die Tebenna, die Urform der Toga, von den Etruskern. Mit Hilfe von schmalen oder breiten Borten in Purpur, Gold oder Scharlach werden die Rangunterschiede klar deutlich gemacht. Die Toga wird gerade gewickelt, im Gegensatz zu dem griechischen Himation, der im Schrägfadenlauf gewickelt wird. Am Anfang der römischen Republik wurde die Toga als Alltagsgewand oder als Kampfkleidung getragen. Später nimmt das Volumen der Toga zu und die Wickelung wird immer komplizierter.

 

Weitere Infos folgen bald

 

 

 

 

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