Schnittmuster

Das Mi-Parti

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Simone Martini  (1284–1344)

Das Mi-Parti, dessen Bedeutung aus dem Lateinischen und dem Französischen kommt und halb-geteilt heißt, ist eine Modeerscheinung des Mittelalters. Man versteht darunter Kleidung die in zwei oder mehrere Farben geteilt wurden. Doch nicht nur in der Mode, auch in der Heraldik wurde das Mi-Parti angewendet.

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Schwäbischer Meister um 1470

Die Kleidung ist höchstwahrscheinlich maurischer Herkunft und wurde von den Männern im 11. Jahrhundert zuerst aufgenommen und verbreitet. Ihre Hosen waren die ersten Kleidungsstücke in denen das Mi-Parti vorkommt. Sie waren es auch, die im gesamten Mittelalter den Damen in Sachen Mode voraus waren und neue Trends schneller annahmen.

 

Die Farben des Mi-Parti sind nicht zufällig, sie zeigt meist eine Zugehörigkeit zu einem Haus oder Land an. Ab dem 15. Jahrhundert entwickelte sich eine Farbsymbolik in der die verschiedenen Farben und Farbkombinationen eine bestimmte Bedeutung erhielt.

Das Mi-Parti verbreitete sich wahrscheinlich aus dem Wunsch nach farbenfroher Kleidung, da bunt gemusterte Stoffe selten und daher auch kostbar waren. Vor allem junge Männer und Diener trugen das Mi-Parti, da sich der Adel die kostbaren Stoffe leisten konnte.

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Codex Manesse, UB Heidelberg, Cod. Pal. germ. 848, fol. 395r: Rubin von Rüdeger
zwischen 1305 und 1340

 

Einen letzten Höhepunkt erreichte die Mode im 30-jährigen Krieg, da es vornehmlich von deutschen Söldnern und Landsleuten getragen wurden.

„Dieses Kleidungsstück wurde vom XI.-XVI.Jahrhundert getragen, vornehmlich von Jesters, Bauern, Knechte, Boote Vasallen und DAHER Krieg eigentlich ein Zeichen von Sozialer abhängigkeit, Wurde sogar mit Weltlichkeit, Sündhaftigkeit und Gottes Ferne in Verbindung“.

Quelle: Deutsches Adel Blatt, Jg.XIII, Berlin 1895

Aus der Mode verschwand es erst mit Ende des 16. Jahrhunderts. Als Narrenkostüm erhielt es sich aber bis heute.

Mehr Bilder gibt es auf Pinterest.

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Die Haube

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ca. 1765-82 gemalt von Henry Robert Morland

Im gesamten 18 Jahrhundert, wie auch in den Jahrhunderten davor und danach, trugen Frauen Hauben. Es war aber kein Zeichen dafür, dass sie verheiratet waren, im Gegensatz zum Mittelalter. Die Hauben schützten ihre Haare vor Ruß, Rauch und Schmutz. Diese wurden deswegen nicht nur im Haus sondern auch außerhalb getragen. Hauben wurden sogar unter Hüten getragen.

Es gab eine so große Vielfalt an Hauben (vor allem in den 1750er und 1760er) die je nach Stand, Zeit und Region getragen wurden, dass man keine Standard Haube definieren kann. Man kann jedoch davon ausgehen dass Frauen die prüder/konservativer waren, größere Hauben trugen und die mehr Haare abdeckten als jene Personen die liberaler oder höher gestellt waren.

Leinen und geklöppelte Spitze wurde sehr oft verwendet, sodass beide als standard Material gelten. Baumwolle wurde zwar auch verwendet jedoch nicht in so großem Stil.  Die Farbe des Materials ist fast immer weiß, jedoch gibt es da auch (regionale) Ausnahmen.

Am Anfang des Jahrhunderts waren die Hauben der Adeligen oder der oberen Schicht mit Spitze und/oder Rüschen verziert. Zwei lange Bänder, die man Barbe oder Lappet nannte und meistens aus geklöppelter Spitze waren, hingen an den Seiten hinunter oder wurden an die Hauben gepinnt.

Die Fontage war zuerst am Französischen Hof und dann an allen anderen europäischen Höfen von 1685 bis ca. 1715-1720 modern. Nach 1715/20 verschwindet sie jedoch aus der Mode.

In den 1720er Jahren wurden die Hauben kleiner und feiner.

Die Coif und die Runde-Ohren Haube waren in den 1730er Jahren modern.

In den 1740er Jahren wurden Hauben mit Spitze und Barben zunehmend eine Mittelklasse Mode. Die Barben aus Spitze wurden jedoch auch bis zum Ende des Jahrhunderts am Hof getragen.

1750s waren die kleinen verdrahteten Hauben aus Frankreich, vor allem bei formalen Veranstaltungen, sehr modern. Diese bestanden nur aus geklöppelter, weicher Spitze.

Am Ende der 1760er Jahren waren Seidenschals die man in die Haare rollte und so einen Turban-ähnlichen Effekt erzielte sehr modern. Sie demonstrierten die neue Mode für Türkische Stile.

Haubenarten

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Pehr Hilleström

Die Dormeuse oder french nightcap hat eine enganliegend oder aufgeblähte Krone. Zwei Rüschenbahnen gehen von der Mitte des Scheitels an der Haube bis zu den Ohren. Oft wurden diese Haube zusätzlich mit einer Schleife verziert.

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Marianne Loir.

Wired cap (Draht Haube) wurden häufig vom Adel und einer eher reicheren Schicht getragen. Sie bestand aus Spitze und hatten an den Seiten einen Draht eingezogen, sodass sie vom Kopf wegstehen konnten.

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Bernard Lens, 1725, Victoria & Albert Museum

Die Pinnier oder Pinner Haube war eine runde oder halbrunde Haube die mit ein oder zwei Lagen Rüschen aus Leinen oder Spitze umrandet war. Sie lag flach am Kopf und hatte oft auch zwei Barben, die unter dem Kinn gebunden, auf die Haube gepinnt oder, wie auf dem Bild, einfach freihängend gelassen wurden.

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J. Parker, 1783

Die Mob Hauben hatten hinten eine hohe, aufgeblähte Krone und einen weiten und flachen Rand mit Rüschen, welche das Gesicht umspielten.

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Das Wiener Schokoladenmädchen von Jean-Étienne Liotard

Das berühmte Bild des Schokoladenmädchens ist ein gutes Beispiel für eine Runde-Ohren Haube.

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Jean-Baptiste Greuze

Oberhauben wurden, wie der Name schon sagt, über der Haube getragen. Dies galt nicht nur für die arbeitende Schicht, sondern auch für die oberen Stände.

Schnitt

Bevor eine Haube gefertigt werden kann, sollte man sich folgende Punkte vor Augen halten:

  • Welches Jahr möchte man darstellen?
  • Wie wurden die Haube und das Haar getragen?
  • Von welchem Stand wurden sie getragen?

Die Hauben bestehen aus zwei bis drei Teilen; der Krone, dem Rand und der Barben. Der Rand ist optional, wird jedoch meistens auch verwendet.

Hier sind ein paar Beispiele wie der Schnitt einer Krone aussehen kann:

schnitt haube 18 jahrhundert

Der Rand besteht meistens aus einem Band welches bis zu oder über die Ohren geht. Eine Ausnahme bildet Abbildung 5 auf dem unterem Bild, das Band besteht aus zwei Teilen.

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Lappen sind viel länger als die Ränder und konnten sogar bis unter die Brust reichen. Die zwei breiten Lappen auf der rechten Seite konnten zusätzlich noch einmal eingeklappt werden.

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Pinnier/Pinner Haube

Für die Krone nimmt man einen Halbkreis oder einen Halbkreis mit geraden Seiten. Dazu kommen entweder Barben aus Spitzen, oder Rüschen die bis zum Ohr gehen. Diese können an den Enden gerade aber auch leicht abgerundet sein.

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Herstellung

Krone: Länge und Breit muss selbst bestimmt werden

Rüschen: Länge des Halbkreises der Krone x2, ca. 4-6cm breit

Es wird nur ein Stück von der Krone und der Rüsche benötigt. Barben bestehen aus Spitze und waren aus einem Stück. Wenn man sich mit dem Schnitt nicht sicher ist, dann sollte man ein Probeteil machen!

Im ersten Schritt wird der untere Teil der Krone (der gerade Teil) gerafft. Hier gibt es zwei Methoden:

  1. Die Nahtzugabe wird doppelt nach innen gefaltet und genäht, sodass ein Tunnel entsteht, durch dass man ein Band auf beiden Seiten schieben kann. Ein Band wird jeweils an einer Seite festgemacht und überkreuzt durchgezogen. Dies kräuselt die Kappe und man kann zusätzlich das Band unter dem Kinn oder hinter dem Kopf festmachen.
  2. In dieser Methode werden am unteren Rand kleine, von Hand eingefasste Löcher genäht. Dieses wird, je nach Position, entweder nach außen oder innen eingeklappt, sodass ein Tunnel entsteht. Ein Band wird jeweils an beiden Enden befestigt und durch den Tunnel durch das Knopfloch gezogen. Mit dieser Methode kann man den unteren Rand kräuseln und hat gleichzeitig noch eine zusätzliche Schleife außen oder innen.

Im zweiten Schritt werden die Rüschen oder Barben angebracht, der restliche Teil der Kappe wird nicht mehr gerafft. Die Nahtzugabe wird eingeklappt und gesteckt. Die  Rüschen oder Barben werden leicht gerafft und anschließend aufgesteckt. Nun kann man mit einem Saumstich durch alle Lagen gehen und alles zusammen nähen.

Hier ist eine grobe Skizze wie die Pinner Haube am Ende aussehen kann. Die Haube besteht aus einer halbrunden Krone mit geraden Seiten. Sie hat zwei Löcher in der Mitte durch die ein Band gefädelt wurde und dann zu einer Masche geknotet wurde. Anstatt Rüschen hat die Haube lange Barben die an den Seiten runterhängen.

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Dormeuse Haube

Für diese Haube benötigt man eine Krone, einen Rand und eine oder zwei x zwei oder vier x zwei Rüschenbahnen.

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Herstellung

Krone: Länge und breite muss selber bestimmt werden. Je länger man die Krone macht desto puffiger wird sie am Ende.

Rand: Miss den Halbkreis der Krone. Die Länge wird auch die Länge des Randes sein. Dieser kann aber auch ein bisschen kürzer oder länger als der Halbkreis sein. Solltest du deine Krone noch ein bisschen raffen wollen, muss der Rand selbstverständlich daran angepasst werden.

Rüschen: Für die Rüschen werden zwei halbe Ovale ausgeschnitten, möchte man zwei Schichten an Rüschen haben schneiden man zwei x zwei verschieden große Ovale aus. Die Länge richtet sich hier wieder nach dem Halbkreis der Krone. Die gerade Seite der Ovale sollte ca. 2-3x so lang sein wie die Krone. Je länger man diese Seite macht desto enger und fluffiger werden die Rüschen. Wenn man die Rüschen nicht kräuseln will sondern in Falten legen möchte muss die Länge zuerst berechnen werden.

Wenn man sich mit dem Schnitt nicht sicher ist, dann sollte man ein Probeteil machen!

Im ersten Schritt wird der untere, gerade Teil der Krone gerafft. Hier gibt es zwei Methoden:

  1. Die Nahtzugabe wird doppelt nach innen gefaltet und genäht, sodass ein Tunnel entsteht, durch dass man ein Band auf beiden Seiten schieben kann. Ein Band wird jeweils an einer Seite festgemacht und überkreuzt durchgezogen. Dies kräuselt die Kappe und man kann zusätzlich das Band unter dem Kinn oder hinter dem Kopf festmachen.
  2. In dieser Methode werden am unteren Rand kleine, von Hand eingefasste Löcher genäht. Dieses wird, je nach Position, entweder nach außen oder innen eingeklappt, sodass ein Tunnel entsteht. Ein Band wird jeweils an beiden Enden befestigt und durch den Tunnel durch das Knopfloch gezogen. Mit dieser Methode kann man den unteren Rand kräuseln und hat gleichzeitig noch eine zusätzliche Schleife außen oder innen.

Möchte man die Krone noch leicht raffen, sollte dies jetzt passieren. Hier näht man in der Nahtzugabe in großen und gleichmäßigen Stichen entlang des Rands. Hier kann man nun über die gesamte Krone gehen oder nur an der oberen Wölbung. Bevor man zu Ende genäht hat und einen Knoten macht kann man an dem Faden ziehen und die Krone wird gekräuselt. Wenn man die gewünschte Länge erreicht hat, kann man den Faden nun vernähen.

In dem Schritt arbeitet man mit den zwei oder vier Rüschenbahnen. Der gerade Teil des Ovals wird später an die Krone genäht, deswegen muss der runde Teil gesäumt werden. Der Saum wird doppelt eingeschlagen und mit einem kleinem Saumstich genäht. Im nächsten Schritt kann man nun entweder alle Rüschen kräuseln oder man legt die kürzeren auf die längeren Rüschen und kräuselt sie als ein Teil. Dazu wird wieder in der Nahtzugabe in großen und gleichmäßigen Stichen entlang des Rands genäht. Möchte man die Rüschen lieber falten, müssen diese eingezeichnet und dann gefalten werden. Am Ende wird der gerüschte gerade Teil rechts auf rechts an den Rand angenäht.

Im nächsten Schritt wird der Rand and die Krone angebracht. Stecke nun beide Teile rechts auf rechts aufeinander und nähe sie fest. Die Saumenden wurden nicht vernäht, wenn dies jedoch als störend empfunden wird oder der Stoff ausfranst, dann kann eine Kappnaht gemacht werden.

Die fertige Hauben können so aussehen:

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Hier hat man einen geraden Rand, eine Rüschenbahn die jedoch geteilt ist. Das untere Band ist auf beiden Seiten zu sehen und kann um den Kopf festgebunden oder gesteckt werden.

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Diese Haube hat eine doppelte Rüschenreihe und das untere Band auf der Krone wird in der Mitte zu einer Masche gebunden.

Sonstiges

Manche Hauben wurden mit Haarnadeln in die Haare gepinnt. Andere verwendeten Bänder um die Haube auf den Kopf zu binden. In dem folgendem Bild kann man gut sehen wie das Band nicht direkt zur Haube gehört sondern die Haube am Kopf hält.

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Französische Schule

 

Weiterführende Links:

Marquise hat wie immer ein tolles Tutorial mit vielen Hintergrundinformationen!

Couture Maja hat ein paar wunderschöne Hauben genäht. EN

Sue Felshin hat ein sehr ausführliches Tutorial geschrieben. EN

Klara Parolkova hat ein Tutorial für französische Hauben EN

 

 

 

 

 

 

 

Hängende Taschen

Im Barock bis hinein in die 1810er Jahren trug die Frau hängende Taschen und keine Handtasche. Diese befanden sich unter dem Überrock und waren mit einer Schnur um ihre Taillen gebunden. Die Taschen für den Adel und die wohlhabende Bürgerschaft waren oft aus Seide und reichlich bestickt, Menschen mit weniger Geld besaßen eine schlichtere Version aus Leinen und ohne Stickereien. Die Taschen sind ungefüttert und bestehen nur aus einer Lage Stoff.

Die Form der Tasche ist oft tropfenförmig, doch gibt es viele verschiedene Variationen. Die Taschen kamen paarweise oder als Einzelstück.

Hier ein paar Beispiele:

Das Paar ist aus dem MET. Das Museum datiert die Taschen zwischen 1700 und 1750. Sie sind aus Seide gefertigt und kunstvoll mit einem Erdbeer (?) Motiv bestickt. Die Taschen wurden an der Öffnung und um die Seiten mit einem Band umrandet.

1996.2_view1 0002Diese Tasche ist aus dem Jahr 1784 und kommt aus den USA. Sie besteht aus Baumwolle und Leinen. Die Tasche wurde freihändig mit dem Blumen Motiv bestickt. Auch sie hat ein Band um die Öffnung und den gesamten Körper. Auffällig ist auch, dass die Tasche größer ist und mehr Bauch hat.

65.273.40_CP2Dies hier ist ein gutes Beispiel für eine sehr schlichte Tasche aus dem Jahr 1809. Es wurde aus Baumwolle und Leinen gefertigt und besitzt keine Stickereien. Die Tasche ist oben sehr schlank und geht unten sehr weit auseinander. Das zweite Band fehlt leider doch ansonsten ist die Tasche in einem sehr guten Zustand.

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Das letzte Beispiel zeigt eine Tasche in Tropfenform aus England, genäht in den 1750er Jahren. Sie besteht aus Seide und Leinen und wurde mit einem Blumen- und Rankenmuster bestickt. Um die mittlere Öffnung wurde ein Band befestigt. Zu sehen ist diese Tasche im LACMA.

Alle erhaltenen Taschen haben verschiedene Maße, sodass deine Tasche nach deinen eigenen Maßen und Wünschen entsprechend geschneidert werden kann. Nachfolgend wurden 20 erhaltene Taschen miteinander verglichen um einen ungefähren Durchschnitt und eine Entscheidungshilfe zu erhalten.

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Längste Tasche: 48,1 cm, Breiteste Tasche: 33,3 cm, Kürzeste Tasche: 32,3 cm, Schmalste Tasche: 19,97 cm.

Die durchschnittliche Tasche hat somit eine Länge von 39,63 cm und eine Breite von  27,21 cm.

Doch natürlich ist dies nur ein Richtwert.

Herstellung einer hängenden Tasche:

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Für deine eigene Tasche benötigst du Leinen, Seiden- oder Baumwollstoff. Dazu kommt noch das Band, an dem du die Tasche befestigst. Hier kannst du Baumwoll-, Seiden-, oder Leinenbänder nehmen. Vorsichtig vor den Vollplastikbändern, die du günstig im Laden besorgen kannst. Sie sehen leider billig und gar nicht gut aus.

  • Erstelle den Schnitt mit deiner Länge und Breit. Es werden zwei Teile benötigt. Stecke den Schnitt auf deinen doppelt gelegten Stoff und schneide ihn einmal aus. Vergiss die Nahtzugabe nicht; 1-2cm reichen völlig.
  • Nun besitzt du zwei „Taschen“. Wenn deine Tasche Stickereien haben soll, dann musst du dies vor dem nächsten Schritt machen. Mehr über Stickereien im 18 Jahrhundert später.
  • Die Seite die vorne sein soll muss nun eingeschnitten werden. Vorsicht: Nur die Vordertasche einschneiden.hängende Tasche rokoko schnittmuster 2Es gibt nun zwei Varianten:
    1. Lege beide Taschen mit der äußeren Seite nach innen und nähe sie fest. Drehe die Tasche um.
    2. Schneide die Nahtzugabe bis auf 0,5 cm weg. Stecke nun dein Band um den Stoff herum, sodass eine Art Sandwich entsteht->Band, Tasche, Tasche, Band. Nähe das Band mit einem Heft- oder Rückstich fest.
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So soll es aussehen
  • Sind die Seiten nun zugenäht kommt die Öffnung als nächstest drann. Hier kannst du drei verschiedene Varianten verwenden:
    1. Falte den Stoff einmal bzw zweimal nach innen und nähe ihn fest.
    2. Schneide 0,5 cm und verwende einen Knopflochstich um die die Kanten zu versäumen.
    3. Befestige ein Band auf beiden Seiten, wie oben an der Zeichnung,  und nähe dieses fest.
  • Beim letzten Schritt wird das Band an der Tasche befestigt.
    1. Schlage den oberen Saum einmal um, leg das Band auf die Tasche und nähe sie in kleinen Stichen fest.
    2. Oder schneide dein Band ab und umfasse das obere Ende.

Weitereführende Links:

Auris Lothol hat eine wunderschöne hängende Tasche genäht und zeigt in vielen Bildern auch wie sie diese bestickt und gefertig hat.

Das Metropolitan Museum of Art hat eine Sammlung an Taschen. Um danach zu suchen gebt einfach in der Suchleiste „Pocket“ ein und ihr werdet fündig.

Unterhemd und -kleid

Das Unterhemd, auch Unterkleid, Chemise, Smock oder Hemd genannt, war die essenzielle Unterwäsche im Mittelalter für alle Geschlechter. Der einzige Unterschied bestand in der Länge. Für Frauen waren die Unterkleider Knie bis Knöchellang, dasselbe galt für Männer im 10.-12. Jahrhundert, danach wurde aber nur für sie das Unterhemd kürzer und es reichte nur noch von der Hüfte bis zum Knie.

Das Unterkleid befand sich direkt auf der nackten Haut und bewahrte die Träger vor der oftmals rauen und kratzenden Oberkleidung. Außerdem schützte sie gleichzeitig die Oberkleidung vor Schweiß und dem Fett der Haut. Die Träger bekamen gleichzeitig eine zusätzliche wärmende Schicht die jedoch durch Aufnahme von Schweiß auch kühlen konnte. Zusätzlich zu dem Unterhemd trugen Männer Braies/Bruchen, Frauen trugen keine zusätzliche Unterwäsche.

Die Materialien die verwendet wurden waren Leinen und Wolle. Seide wurde nur vom Adel verwendet und Baumwolle war noch seltener. Im Mittelalter war die Unterkleidung recht schlicht, jedoch finden sich ab und an Dekorationen wie Stickereien oder Bänder und Borten.

Das Hemd wird in der mittelalterlichen Kunst ab und zu bei diesen Themen gezeigt:

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Vincent de Beauvais (15. Jahrhundert)-„Märtyrertod von 40 Märtyrern“
  • Demütigung, Buße oder Hinrichtungen: Menschen die nur in Unterhemd, manche sogar nackt oder in Bruchen, in der Öffentlichkeit gezeigt werden, wurden öffentlich für ihre Vergehen gedemütigt. Ein Schritt weiter war es Menschen bei ihrer Hinrichtung im Unterhemd zu zeigen. Als Zeichen der Buße auch nur ein Hemd getragen.

 

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  • Erotik: Manche Damenunterkleider bestanden aus so dünnem Stoff, dass das Kleid fast durchsichtig erschien. Wollte man die Frauen nicht nackt darstellen, konnte man einfach ein durchsichtiges Unterkleid malen. Das kam zwar aufs Gleiche hinaus, doch waren die Damen offiziell bekleidet.

 

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aus der Tacuinum sanitatis – Casanatense 4182
  • Bauern: Bauern die ihre Feldarbeit erledigen werden oftmals auch nur in Unterkleidung dargestellt. Vermutlich wollte man während der schweißtreibenden Arbeit nicht noch eine zusätzliche Oberkleidung tragen.

 

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  • Schlafgewand: Ein sauberes Unterhemd diente gleichzeit auch als Schlafgewand für alle sozialen Schichten.
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Jena code: Antithesis Christi et Antichrist folio. ca. 1490-1510
  • Bademagd: In zahlreichen Badehäusern im Mittelalter arbeiteten Bademägde in ihrer Unterwäsche. Auf die Besonderheit im Unterkleid aber später.

Leider sind nicht sehr viele Unterhemden aus dem Mittelalter erhalten geblieben, doch gab es genügend Funde um eine genaue Rekonstruktion zuzulassen . Bilder stellen eindeutig den größten Teil der Quellen dar, jedoch lässt sich über Bilder leider nur ein ungenaues Bild über die Konstruktion der Unterhemden erstellen, deswegen muss man die Funde und die Bildquellen vereinen um ein gutes  Ganzes zu bekommen.

 

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Quelle fehlt. Das Original hängt im Museum de Traje in Madrid

Das Unterkleid der Infanta Maria von Spanien, gestorben 1235, wurde in der Stiftskirche San Isidoro de León gefunden und ist für ihr Alter in einem bemerkenswerten Zustand. Die dünkleren Stellen gehören zu dem Originalkleid während der helle Teil hinzugefügt wurde um das Unterkleid zu vervollständigen. Wie man sieht ist die obere Hälfte des Unterkleides ziemlich gut erhalten geblieben während der Saum fast komplett verschwunden ist.

Folgende Fakten konnte man nun aus dem Kleid gewinnen:

  • das Kleid besitzt keine Schulternähte
  • ab der Hüfte wurden Keile eingenäht
  • der Mittelteil ist gerade geschnitten
  • die Ärmel sind einteilig und besitzen Unterarmkeile
  • an der Brust befindet sich ein Schlitz

Die technische Zeichnung sieht wie folgt aus:

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Dies ist ein gutes Beispiel für ein Basis Unterhemd. Andere Formen wären diese:

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Unterhemd mit Seitenschlitz

 

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Unterarmkeile, Seitenschlitze, runder Ausschnitt, gerader Mittelteil
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V-Auschnitt, Unterarmkeile, zwei Seitenkeile,
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Unterarmkeile, Mittelkeile,

Eine etwas andere Form stellen die Kleider ohne Ärmel dar. Bevorzugt wurde es von Bademägden getragen, jedoch gibt es auch ein Bild in dem es als normales Unterkleid zu sehen ist. Es gibt auch ein erhaltenes Fundstück welches jedoch in einer privaten Sammlung verschollen ist.

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Bademagd: Unterkleid mit Träger, Seitenkeilen(?), Taillenband

So würde es ca. aussehen:

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In der Burg Lengberg in Österreich wurde eine spezielle Version eines Unterkleids gefunden, welche vorher nur in schriftlichen Quellen beschrieben wurden. So sollen diese Kleidungsstücke Säcke haben in denen Frauen ihre Brüste legten.

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(Foto: Institut für Archäologien, Universität Innsbruck / B. Nutz)

Ein gezeichnetes Bild einem Schneider, der die Unterkleidung herstellt, gibt es. Man sieht die Schnürung auf der Seite und die „Säcke“ für die Brüste. Der Halsauschnitt ist rund und vermutlich gibt es auch eine Armkugel.

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So wäre in etwa die technische Zeichnung. Klar ist jedoch nicht ob der Rockteil in Falten gelegt oder gerafft wurde. Würde man hier den Rockteil weglassen, würde es aussehen wie der „BH“ aus Lengberg.

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Der Schnitt

Im letzten Abschnitt wurde ein Überblick über die vorhandenen Funde und ein paar Bildquellen gegeben. Dieses Kapitel beschäftigt sich nun mit der Erstellung eines Unterhemd bzw Unterkleid mit Ärmeln.

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A = 2x Körperlänge, von der Schulter bis zur gewünschten Länge zweimal
B = 1/2 Körperbreite , die breiteste Stelle am Körper (Männer: Bauch, Frauen: Brust oder Hüfte) abmessen und durch zwei teilen
C = Schulter bis zum Handgelenk.
D = Oberarmumfang + 2-4cm
E = Handumfang + 2-4cm
F = Entweder vom Unterarmkeil bis zum Saum oder ab der Hüfte bis zum Saum
Unterarmkeile: zwei gleichgroße Quadrate zu 5-10 cm

Die Herstellung

  • Schneidet alle Teile mit Nahtzugabe von 1-2 cm aus.
  • Zeichnet den Halsauschnitt ein, dabei ist er am Vorderteil weiter/tiefer als am Hinterteil. Schneidet ihn aus.
  • Wenn ihr das Unterkleid nicht an einem sondern in zwei Stück gemacht habt dann werden nun die Schulter aneinander genäht.
  • Näht die Seitenkeile zusammen. Steckt sie anschließend auf das Vorder- und Hinterteil.
  • Misst die Ärmelmitte und pinnt diese dann an das Vorder- und Hinterteil. Ein Unterarmkeil kommt auf einer Seite hinzu. Anschließend wird der Ärmel an das Hemd/Kleid genäht.unterkleid arm
  • Zu guter letzt pinnt man den Ärmel, die Seiten und Seitenkeile zu und kann alles in einem durch Nähen.

Variation Mittelkeile: Das Vorderteil wird in der Mitte bis zur Hüfte aufgeschnitten, danach setzt man die Mittelkeile ein.

Variation Unterarmkeil: Hier wird zuerst der Unterarmkeil auf einer Seite an die lange Seite des Ärmels genäht. Danach wird die nächste Seite an die andere Hälfte des Armes genäht. Der Ärmel wird nun an den Seiten festgenäht und anschließen in das Unterhemd eingesetzt.

Weiterführende Links

Katafalk hat in ihrem Blog den Lengberger BH rekonstruiert und hat davon ein Schnittmuster gemacht. Sehr lesenswert, jedoch nur auf Englisch.

Auf unserem Pinterest Board gibt es Tutorials und viele Bilder

Neulakko hat eine wunderbare Anleitung geschrieben über eine Unterkleid, welches gleichzeitig die Brust unterstützt.

 

 

 

 

Zeitreisen für Anfänger

Du hast eine Vorstellung oder Vorlage für ein Kleid, weißt aber nicht wo du Anfangen sollst?

In nur 5 Schritten kommst du zu deinem Traumkostüm.

1. Finde heraus aus welchem Jahrhundert dein Kleid oder das Bild von dem Kostüm ist. Die Reverse Bildersuche auf Google eignet sich hierfür wunderbar.

Eine grobe Einteilung wäre folgendermaßen:

  • Antike
  • Mittelalter
  • Renaissance
  • Barock
  • Rokoko
  • Regency/Empire
  • Biedermeier
  • Viktorianisch
  • Edwardianisch
  • ab 1910

Überlege dir welches Geschlecht und welchen Stand (Bauer, Arbeiter, Bürger, Adelige, etc.) dein Kostüm repräsentieren soll. Eine Magd im Rokoko wird zum Beispiel keine ausfallende Robe a la francaise tragen. Möchte man es ganz genau nehmen kann man auch auf regionale Unterschiede rücksicht nehmen.

2. Im nächsten Schritt sammelst du alle Informationen bezüglich Unterwäsche und Unterkleidung. Das ist ein sehr wichtiger Schritt, da ohne die richtige Unterkleidung das Kostüm nicht die richtige Form hat. Ein Viktorianisches Kleid ohne Korsett? Unvorstellbar!

Eine Damen Grundausstattung beinhaltet meistens ein Unterhemd, ein oder mehrere Unterröcke und eine Schnürbrust/einen Schnürleib oder ein Korsett. Je nach Zeitalter kommen noch Krinolinen, Poschen, Pannier, Farthingale, Pokissen oder Tournüren hinzu.

Schnürleib ca 1770 Korsett 1891 MET

Links ist ein Beispiel einer Schnürbrust aus ca. 1770-1790, rechts ist ein Korsett aus dem Jahr 1891.

Die  Herrenausstattung besteht aus einem Unterhemd und einer kurzen oder langen Unterhose. Im Mittelalter wurden diese Brais oder Brouch genannt. Um 1770 wurden Unterschenkelpolster verwendet. Korsetts für Männer gab es ab 1800 bis zur Mitte des Jahrhunderts, die vor allem von Dandys getragen wurden.

3. Hast du nun alle Informationen über die korrekte Unterwäsche, geht es nun endlich zu deinem Kostüm. Mache dir Gedanken über die Farbe und das Material, doch auch hier lauern ein paar Gefahren. Pané Samt mit 2€ pro Meter kann sehr verführerisch sein doch halte dich unbedingt fern von diesem und anderen „modernen“ Stoffen. Von der Antike bis 1910 solltest du nur Stoffe verwenden die aus Pflanzen- oder Tierfasern gewonnen werden wie Leinen, Seide, Hanf, Wolle, Samt, Atlas und Baumwolle. Aber auch hier gibt es wieder zeitliche beziehungsweise regionale Ausnahmen. Während des 18. Jahrhunderts wurden zum Beispiel die bedruckte Baumwolle aus Indien aus wirtschaftlichen Gründen in Frankreich, England und Preussen verboten.

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Frankreich oder England ca. 1760-1765
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Leinenstoff, ca. 1788, Frankreich

4. Hast du den perfekten Stoff gefunden geht es weiter zur Schnittherstellung und dem anschließendem Nähen. Hier gilt: Immer zuerst die Unterkleidung nähen und dann erst die Oberkleidung.

Tipp: Kaufe einen günstigen Stoff und mache dir einen Probeschnitt. Sollte da etwas nicht passen oder nicht richtig sitzen kannst du es verändern und auf deinen Schnitt übertragen.

Ob du beim Nähen alles mit der Hand nähst oder mit der Nähmaschine ist dir überlassen. Von der Antike bis zur Erfindung der Nähmaschine 1830 hatte man alles mit der Hand genäht. Ich empfehle immer die unsichtbaren Nähte (alle Nähte die innen und nicht sichtbar von außen sind) mit der Maschine zu nähen und alle sichtbaren mit der Hand zu nähen, das spart Zeit.

Folgende Stiche waren bekannt und wurden verwendet:

Rückstich, Heftstich, Kappnaht, Knopflochstich, Hexenstich, Französische Naht

Achte bei deiner Schnittherstellung auf den korrekten Verschluss. Reißverschlüsse wurden zwar schon 1851 erfunden doch wurden sie erst ab 1917 eingesetzt. Davor verwendete man Häkchen, Knöpfe, Ösen und Schnürungen. Vorsicht bei Metallösen! Diese wurden erst im Jahr 1828 erfunden, davor verwendete man Ösen aus Draht die man umnähte.

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Männer Kleidung, Frankreich, ca. 1765
http://www.metmuseum.org/art/collection/search/87014
Frankreich ca. 1750

5. Dein Kostüm oder Kleid ist nun fertig genäht und kann jetzt verziert werden. Achte darauf deinem Stand entsprechend zu dekorieren! Im Mittelalter hatten sie zum Beispiel eine strenge Kleiderverordnung.

Das Gewand wurde dem Zeitalter entsprechend mit Stickereien, Spitze, Blumen, Rüschen, Pelzen, Perlen und/oder Bändern verziert.

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1760–80, England

Vergiss nicht, dass zu einem perfekten Ensemble noch Schuhe, Handschuhe, Strümpfe und Hüte beziehungsweise Kopfbedeckungen zählen. Auch diese sollten der Zeit und dem Stand entsprechend angefertigt und verziert werden.

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1620–29, England
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1750–70, England

Doch mehr darüber im nächsten Kapitel.